Schulprojekt im BRK-Haus Schimmelreiter geht erfolgreich in die nächste Runde

Schüler und Lehrkräfte der Grundschule Wertach gemeinsam mit Bewohnern sowie Mitarbeitenden des Hauses Schimmelreiter – ein gelungenes Miteinander. Foto: Angela Redmann / BRK-Haus Schimmelreiter
Schüler und Lehrkräfte der Grundschule Wertach gemeinsam mit Bewohnern sowie Mitarbeitenden des Hauses Schimmelreiter – ein gelungenes Miteinander. Foto: Angela Redmann / BRK-Haus Schimmelreiter

Schulprojekt im BRK-Haus Schimmelreiter geht erfolgreich in die nächste Runde

Begegnungen schaffen Verständnis – Generationen und Lebenswelten kommen in Wertach zusammen

Wertach. Unter dem Motto „Integration fördern – sich begegnen, voneinander lernen“ fand auch in diesem Jahr wieder das Schulprojekt im BRK-Haus Schimmelreiter in Wertach statt. Die 4. Klasse der Grundschule Wertach und Bewohnerinnen und Bewohner der sozialen Einrichtung verbrachten gemeinsame Stunden mit Aktionen und persönlichen Begegnungen. Ziel des Projekts ist es, Berührungsängste abzubauen und Verständnis füreinander zu fördern. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler Menschen mit psychischen Erkrankungen kennen und verbrachten gemeinsam mit ihnen Zeit.

Bereits im Unterricht wurden die Schülerinnen und Schüler auf das Projekt vorbereitet. Sie erhielten eine altersgerechte Einführung in die Aufgaben des BRK-Hauses Schimmelreiter sowie erste Einblicke in psychiatrische Erkrankungen. An den Projekttagen im Haus Schimmelreiter durchliefen sie anschließend in kleinen Gruppen verschiedene Stationen. Bei einer Hausführung lernten sie den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner kennen. Gemeinsam wurde getöpfert, am großen Webstuhl gearbeitet und bei zahlreichen Spielen drinnen und draußen miteinander gelacht. Dabei entstanden nicht nur kleine Kunstwerke, sondern vor allem viele persönliche Gespräche und bleibende Erlebnisse. Den Abschluss des Schulprojekts bildete traditionell ein gemeinsames Eisessen, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke austauschen und Fragen stellen konnten.

„Gerade persönliche Begegnungen helfen dabei, Unsicherheiten abzubauen. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie offen die Schülerinnen und Schüler und unsere Bewohner aufeinander zugehen und wie schnell daraus ein ganz selbstverständliches Miteinander entsteht“, freut sich Angela Redmann, Einrichtungsleitung des BRK-Hauses Schimmelreiter. Diese Aufgeschlossenheit und das Engagement aller Beteiligten – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende – habe auch die diesjährige Auflage des Projekts zu einem gelungenen Beispiel dafür gemacht, wie Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe im Alltag gelebt werden können.

Ein besonderer Moment war in diesem Jahr ein Rückblick: Ins Leben gerufen wurde das Schulprojekt vor vielen Jahren von der Mitarbeiterin des BRK-Hauses Schimmelreiter, Christa Gräfen. Mit großem Engagement entwickelte, begleitete und prägte sie diese Kooperation nachhaltig. Bis heute leistet es für zahlreiche Schülergenerationen einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis zwischen Kindern und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand hat sie die Verantwortung nun in neue Hände übergeben. „Wir verabschieden mit Christa Gräfen eine langjährige Wegbegleiterin unseres Schulprojekts. Dafür möchten wir ihr von Herzen danken und ihr für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute wünschen“, sagt Angela Redmann.

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