Mitgliederversammlung des BRK Kreisverband Ostallgäu am 01.04.2017 im Gablonzer Haus

Mehrjahresbericht über die vergangene Wahlperiode 2013 - 2017 und Neuwahlen des Kreisvorstandes und der Kreisbereitschaftsleiter

Ein Spalier von Rettungswagen vor dem Gablonzer Haus. Über den Stühlen Dienstjacken in Signalfarbe. Teams aus dem gesamten Landkreis Ostallgäu von Füssen bis Buchloe. Rasch wurde klar, hier tagte nicht irgendein Verband, sondern der drittgrößte Kreisverband des Roten Kreuzes in Bayern. Rund 150 Mitglieder und Gäste folgten der Einladung von Barbara Strobel, Vorsitzende des Kreisverbands Ostallgäu, zur ordentlichen Mitgliederversammlung mit Wahlen nach Neugablonz.

„Wir schauen vom Bezirksvorstand genau hin, was in den Kreisverbänden läuft und wir begrüßen es, dass die Rotkreuz-Gliederungen im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren so aktiv sind“, übermittelte Angelika Schorer, Vorsitzende  des BRK-Bezirksverbandes Schwaben, den Anwesenden ihre Wertschätzung. „Dem Bezirk ist es daher ein wichtiges Anliegen, den Ausbau der Ehrenamtsausbildung sowie die hauptamtliche Notfallsanitäterschule in Schwabmünchen nochmals zu unterstützen.“

Strobel dankte allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften

Für Vorsitzende Strobel stand an erster Stelle ihres Rückblicks der Dank an die rund 3.800 Ehrenamtlichen der Bereitschaften, der Wasserwacht, der Bergwacht und des Jugendrotkreuzes sowie an die 750 Hauptamtlichen für ihren Einsatz im Kreisverband Ostallgäu. Sie betonte, dass in allen Bereichen vom Rettungsdienst bis zur Pflege für die Mitarbeiter die Anforderungen an die Ausbildung steigen. „Ich bedaure das nicht. Aber ich sehe vor allem im ehrenamtlichen Bereich den Zwiespalt zwischen den steigenden Anforderungen und dem, was im Einzelfall leistbar ist.“ Gerade im Rettungsdienst zeichne sich eine extreme Professionalisierung ab, die das Einbringen von ehrenamtlichen Leistungen immer anspruchsvoller mache.

Strobel lagen auch die strategischen Führungsaufgaben am Herzen. „Ich bin froh, dass der gesamte Vorstand immer wieder Neues wagt.“ Dazu zähle die Einrichtung eines Wohnheims für unbegleitete Flüchtlinge in Obergünzburg im letzten Jahr. Außerdem räumte sie dem Ziel „Alt werden mit Würde“ einen hohen Stellenwert ein. „Wir wollen die Menschen im Alter nicht alleine lassen. Nach Jahren der Abwägung entschieden wir uns 2012 zum Neubau des Seniorenheims St. Martin in Füssen.“ Ebenso kümmere sich der Kreisverband seit zwei Jahren mit drei neu eröffneten Kontaktstellen für Demenzhilfe intensiv um die von Demenz Betroffenen, so die Vorsitzende in ihrem Rückblick.

Kreisgeschäftsführer Hofmann wies ausgeglichenen Haushalt vor

Dass der Kreisverband Ostallgäu auf gesunden finanziellen Füssen stehe, machte Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann in seinem Geschäftsbericht deutlich. „Abgesehen vom Bau von St. Martin im Jahr 2012 konnten wir alle anderen Jahre einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen.“ Manchmal bedürfe es bei neuen Aufgaben eines langen Atems. „Aber der Erfolg gibt uns recht. Vor über 20 Jahren war der Kreisverband Vorreiter in Sachen Tagespflege. Heute nehmen Angehörige unsere Angebote sehr gut an“, sagte Hofmann.  Herausforderungen für den zukünftigen Vorstand sieht er in der Umsetzung  gesetzlicher Neuregelungen im Rettungsdienst, der Seniorenpflege sowie der Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen und damit einhergehenden baulichen Investitionen.

Den Dank der Stadt Kaufbeuren an die Rotkreuzler überbrachte Thomas Zeh, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung. “Es war eine hervorragende Zusammenarbeit bei der Erstaufnahme der Flüchtlinge. Anerkennung gebührt aber ebenso ihrem Einsatz am Bürger an 365 Tagen im Jahr.“ 

Vorsitzende erinnerte an Grundwerte der Roten Kreuzes

Zum Ende richtete Strobel mit leiser, aber umso nachdrücklicherer Stimme einen Appell an die Aktiven. „Auch wenn es in der heutigen unruhigen Welt und mit den gesellschaftlichen Konflikten um uns herum manchmal schwierig ist, möchte ich alle Mitglieder darin bestärken, die  Werte des Roten Kreuzes hochzuhalten. Zeigen Sie Flagge!“ Da ist es wieder, das Gefühl, dass diese Organisation neben all ihren fachlichen, wirtschaftlichen und strategischen Aufgaben Teil einer großen Bewegung ist, die  vor über 150 Jahren mit der Gründung des internationalen Rotkreuzes begann.

Neuwahlen

Strobel als Vorsitzende bestätigt, Fichtl neue Kreisbereitschaftsleiterin

Die Wahlen am 01.04.2017 ergaben folgende Veränderungen im Vorstand des BRK Kreisverbands Ostallgäu: Stefan Haller wurde als stellvertretender Chefarzt als Nachfolger von Gregor Blumtritt ins Team gewählt. Der langjährige Kreisbereitschaftsleiter Peter Pohl stellte sein Amt zur Verfügung und wechselte in die Position des zweiten Stellvertreters. Seine bisherige Stellvertreterin Gundula Fichtl übernimmt die Führung der Bereitschaften. Zu ihrem neuen Stellvertreter wurde Tobias Hollmann von der Kaufbeurer Bereitschaft gewählt.  

Vorsitzende Barbara Strobel
1. stv. Vorsitzender Dr. Christof Albert
2. stv. Vorsitzende Anita Krippner-Meier
Chefärztin Dr. Erika Rössler
stv. Chefarzt Stefan Haller
Schatzmeister Alois Mögele
stv. Schatzmeister Hans Burck
Justiziar Ralf Kinkel
Kreisbereitschaftsleiterin Gundula Fichtl
stv. Kreisbereitschaftsleiter Tobias Hollmann
Vertreter der Bergwacht Michael Gimbel
Vertreter der Bergwacht Josef Ott
Vorsitzender der Wasserwacht Andreas Haust
stv. Vorsitzender der Wasserwacht Gary Kögel
Leiterin der Jugendarbeit Karolin Amberg
stv. Leiter der Jugendarbeit Andreas Taufratshofer

Ehrungen

Die BRK Ehrennadel für besondere Verdienste erhielten:
Barbara Strobel: Seit 1997 im Vorstand des BRK Kreisverbands Ostallgäu, ab 2005 als Vorsitzende.
Dr. Michael Stemmler: Für seine Verdienste als Bereitschaftsleiter in Pfronten und Füssen.
Hans Burck: Für seine langjährige zuverlässige ehrenamtliche Tätigkeit als stellvertretender Schatzmeister im Kreisvorstand.
Harald Reckziegel: Für seine langjährige zuverlässige ehrenamtliche Tätigkeit als Mitglied im Haushaltsausschuss.

Zurück

Zurück