Im Landkreis Ostallgäu zwischen Marktoberdorf und Schongau liegt der Ortsteil Frankau, der sich wiederum rund 2 Kilometer entfernt von Rettenbach am Auerberg befindet.
Rettenbach ist ein Ort mit ca. 750 Einwohnern. Dort gibt es einen Lebensmittelmarkt, eine Bäckerei und Metzgerei, eine Bank mit EC-Automat, zwei Gaststätten mit Kegelbahn und eine Kirche.
Der St. Georgshof fügt sich durch den ländlichen Baustil angenehm in die Landschaft ein. Die Lage des Hauses garantiert viel Sonne und Licht. Eine großzügig angelegte Gartenanlage und die landschaftlich schöne Umgebung bieten Gelegenheit zu verschiedenen Freizeitaktivitäten wie Wandern, Spazierengehen, Fahrrad fahren, Schwimmen in den Seen der Umgebung und vieles mehr.
Die über 4.000 qm große Außenanlage schafft Raum für vielseitige Aktivitäten. Eine Terrasse neben dem Teich sowie verschiedenen Ruhemöglichkeiten laden zum Verweilen und Entspannen ein. Ein Grillplatz und diverse Sportangebote fördern die Gemeinschaft.
Der St. Georgshof ist mit 24 Doppelzimmern und 12 Einzelzimmern ausgestattet, die jeweils über eine eigene Waschgelegenheit verfügen.
Wir möchten all unseren Bewohnern die Möglichkeit geben, ihre individuellen Bedürfnisse zu verwirklichen. Daher können diese ihre eigenen Möbel und Einrichtungsgegenstände mitbringen - sofern dies nicht die Raumkapazitäten des jeweiligen Zimmers übersteigt.
Den Bewohnern, die keine eigenen Möbel besitzen, stellt der St. Georgshof ein Bett, einen Stuhl, einen Tisch, einen Schrank mit Wertfach und einen Nachtisch zur Verfügung. Dennoch wird im Interesse der Bewohner und der Förderung ihrer Eigenständigkeit eine teilweise oder vollständige Eigenmöbilierung nachdrücklich angestrebt.
Jede Wohngruppe verfügt jeweils über ein Wohnzimmer, ein Esszimmer, eine Küche, ein Damen- und Herren-WC, ein Badezimmer mit Badewanne sowie über Duschgelegenheiten. Jede Gruppe hat außerdem ein Betreuerzimmer.
Im Bereich der Gruppen A und B befinden sich jüngere BewohnerInnen, die zudem in die Förderstätte gehen. KlientInnen deren vorrangiger Hilfebedarf im Entwicklungs- und Persön-lichkeitsbereich liegt, finden hier ein reizreduziertes Umfeld mit niederschwelligen, tagesstrukturierenden Angeboten, die der Individualität absoluten Vorrang gewähren und keinen „Enthospitalisierungsdruck" aufbauen.
Ihnen soll ein Schon- und Schutzraum innerhalb der Einrichtung gewährt werden, der neben positiven Gemeinschaftserfahrungen individuelle Betreuung und Förderung ermöglicht. Konstante Beziehungsangebote und ein geregelter, klar strukturierter Alltagsrahmen stellen erste Ansatzpunkte für die persönliche Weiterentwicklung des Einzelnen dar.
In der Gruppe C werden die älteren BewohnerInnen des St. Georgshof betreut. Diese Wohngruppe wurde vor allem mit Blick auf die "Beheimatung" der in der Einrichtung alt gewordenen Bewohner im I.OG eingerichtet, um bei auftretender körperlicher Pflegebedürftigkeit das erforderliche Maß an Hilfe vorzuhalten. Ziel der Betreuung ist es, durch verstärkte menschliche Zuwendung Bindungen zu den Bewohnern herzustellen bzw. zu erhalten. Dies macht eine Aufarbeitung der Vorgeschichte und ein gemeinsames Erarbeiten von Zukunftsperspektiven - auch vor dem Hintergrund eingeschränkter Ressourcen und fortschreitender körperlicher Handicaps - möglich. Der Wechsel in eine "Pflegeeinrichtung" soll so lange wie möglich vermieden werden.
In der Gruppe D leben überwiegend Menschen, die in den WfbM`s der Region arbeiten. Dieses Angebot richtet sich an den Personenkreis, der zwar die Anpassungsleistung an ein normales Umfeld noch nicht (wieder) erbringen kann, für dessen weitere Entwicklung jedoch eine begleitete, weitgehend bereits selbständige Gestaltung des Alltags innerhalb der Einrichtung (institutioneller Rahmen) günstig erscheint.
Neben der therapeutischen Arbeit ist ein weiterer Schwerpunkt die Förderung lebenspraktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der Alltag in dieser Wohngruppe entspricht weitgehend „normalen" Lebensbedingungen und gestaltet sich für die Bewohner als konkretes Lernfeld für den Erwerb von Selbständigkeit und die aktive Wahrnehmung eigener Belange.
Neu im Angebotsspektrum der Einrichtung ist die Wohngruppe E. Diese wurde für den Personenkreis der Menschen mit einer psychiatrischen Diagnose und einer Intelligenzminderung eingerichtet. In der Vergangenheit lebten im St. Georgshof Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen zusammen mit Bewohnern, bei denen eine Mehrfachdiagnose vorliegt. Die zunehmende Individualisierung unserer Hilfeplanung hat für den letztgenannten Personenkreis vergleichbare Hilfebedarfe ergeben, die sich von denen anderer Bewohner deutlich abhoben. Diesem Umstand entsprachen wir zum 01.11.2006 durch die Aufteilung der ohnehin sehr großen Wohngruppe D in zwei neue Wohneinheiten:
- Gruppe D für Bewohner mit ausschließlich psychiatrischer Diagnose
- Gruppe E für Bewohner mit Mehrfachdiagnose
Diese Entscheidung wurde mit den Betroffenen im Rahmen einer Bewohnerversammlung abgestimmt und beschränkt nunmehr nicht nur das Konfliktpotential der zuvor sehr heterogenen Großgruppe D, sondern optimiert darüber hinaus auch die Voraussetzung, unser rehabilitationspädagogisches Handeln und therapeutische Eingriffe in den jetzt besser überschaubaren Verhältnissen der beiden Kleingruppen an den einzelnen Personen orientiert auszurichten.
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