Richtig lagern, Gymnastik oder Blutdruckmessen – was der Beruf des Altenpflegers so mit sich bringt, das durften die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler der Füssener Anton-Sturm-Mittelschule bei der BRK-Roadshow erleben.
Dass die Veranstaltung in letzter Minute aus organisatorischen Gründen von der Schul-Aula ins nahe gelegene Seniorenheim St. Michael verlegt wurde, stellte sich schnell als großes Glück heraus, denn, so Klassleiter Markus Meister:
„Die Jugendlichen bekommen auf diese Weise hautnah mit, wie der Alltag in einer solchen Einrichtung aussieht.“ Sonja Löffler von der staatlichen Berufsfachschule für Altenpflege Kempten-Kaufbeuren erklärte, auf was es in diesem Berufsfeld ankommt und welche Voraussetzungen Bewerber mitbringen sollten: „Freude am Umgang mit älteren Menschen, Konfliktfähigkeit und körperliche Belastbarkeit sind in der Altenpflege unverzichtbar, so Löffler.
Dafür böten sich dem Berufsanfänger aber auch ein abwechslungsreicher Job mit Aufstiegschancen, guter Bezahlung und einer Vielzahl an Weiterbildungskonzepten. „Altenpfleger ist heutzutage ein moderner Beruf, in dem man wirklich Karriere machen kann“, betonte die Schulleiterin. An sechs Praxis-Stationen probierten die Jugendlichen aus, ob sie den Anforderungen im St. Michael gewachsen wären. Vom korrekten Lagern über Seniorengymnastik und Messen der Vitalfunktionen bis hin zum Umgang mit einem Rollstuhl reichten die Aufgaben. In einem sogenannten „Alters-Simulations-Anzug“ sahen die Jugendlichen die Welt dann plötzlich durch die Augen eines cirka 80-jährigen Menschen.
An der „Biografie-Station“ lauschten sie dann den Erzählungen von Bewohnerin Ruth Rimbach und zwei Mitbewohnerinnen. Am Ende des Vormittags durften die Schülerinnen und Schüler ihre Meinung über die Roadshow in Fragebögen niederschreiben. Unter allen Teilnehmern wurde ein I-Pod verlost, den Schülerin Kathrin Schwingshandl mit nach Hause nehmen konnte.
Und welchen Einfluss hatte der Berufs-Informationstag nun auf die Zukunftspläne der jungen Leute? Schülerin Lisa Bruckner: „Die Werbung, die das BRK in Bezug auf seine Ausbildungsangebote macht, kommt meiner Meinung nach gut an. Ich persönlich habe mich schon seit längerem für einen Beruf im sozialpädagogischen Bereich entschieden und konnte auch diesbezüglich viele neue Eindrücke von heutigen Tag mit nach Hause nehmen“. Und Johannes Reinhold fügt hinzu: „Obwohl ich meine Zukunft eher im Elektronik-Bereich sehe, hat mir der heutige Tag sehr gefallen. Die lebendige, angenehme Atmosphäre hier im St. Michael hat mir einen ganz neuen. positiven Eindruck bezüglich der Altenpflege vermittelt.“
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