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Filmabend im Kaufbeurer Stadttheater am 11.05.2011: „Das Rot auf dem Kreuz"

BRK Kreisverband Ostallgäu zeigt biografischen Film über Henry Dunant

In unserer heutigen Zeit ist das Rote Kreuz die wahrscheinlich bekannteste Hilfsorganisation der Welt. Was aber brachte den Gründer Henry Dunant dazu, sein Leben dem Kampf für eine Institution zu widmen, die statt dem finanziellen Gewinn den Dienst am Mitmenschen als oberstes Ziel begreift?

Und wie entstand daraus eine Organisation, die heute weltweit geschätzte 125 Millionen Mitglieder hat, 4,7 Millionen davon allein in Deutschland? Antworten auf diese Fragen bekamen die rund 130 haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder des BRK Kreisverband Ostallgäu auf unterhaltsame und spannende Weise bei einem Filmabend im Kaufbeurer Stadttheater.

Gezeigt wurde das Drama „Das Rot auf dem Kreuz" von 2006, das im Auftrag des Schweizer Roten Kreuzes (SRK) gedreht wurde. Das Werk ist eine freie Adaption der Biografie von Henry Dunant. Zwar sind die historischen Hintergründe Teil des Basiswissens, das alle Rotkreuzler im Rahmen ihrer Mitgliedschaft erwerben. Aber, so Personalleiter Werner Ehrmanntraut: „Ein Spielfilm kann die Geschichte wirklich lebendig werden lassen, das ist schon etwas anderes als der Text aus dem Lehrbuch."

Und so tauchten die Zuschauer ein in das Leben von Henry Dunant, der als junger Mann als Vertreter der „Genfer Gesellschaft" in Algerien ursprünglich ein Siedlerprojekt betreuen soll und während einer Reise nach Norditalien mitten in die berühmte Schlacht von Solferino gerät. Dort standen am 24. Juni 1859 über 120.000 französische und sardinische Soldaten einer knapp 110.000 Mann starken österreichischen Truppe gegenüber.

Der 31-jährige ist geschockt von dem Grauen der Toten und Verletzten, denen - wenn überhaupt - nur unzureichende medizinische Hilfe zuteil wird. Er reist nicht weiter, sondern hilft in einem Lazarett bei der Versorgung der Kriegsopfer beider Seiten. Als Schlüsselerlebnis erweist sich ein Zug aus Verletzten, den Henry Dunant zusammen mit anderen Helfern unter dem Zeichen des Kreuzes, das er mit Blut auf weiße Laken malt, unbeschadet durch das Schlachtfeld führt.

Dabei kommt ihm die Idee zu einer staatenübergreifenden und unabhängigen Hilfsorganisation. 1862 wird in Genf tatsächlich das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz" gegründet. Doch Henry Dunant muss noch viele Hürden überwinden, bevor er im Jahre 1901 als alter Mann schlussendlich mit dem Friedensnobelpreis geehrt wird.

„Bei dem Film wird einem klar, dass unsere Grundsätze wie beispielsweise Unabhängigkeit, Unparteilichkeit oder Neutralität nicht nur schöne Worte auf dem Papier sind" fasst Alexander Denzel, Sachgebietsleiter im Bereich Ausbildung und Ehrenamt, seine Erfahrungen während des Abends zusammen. Und Sonja Insam, Ausbilderin beim Kaufbeurer Jugendrotkreuz, ergänzt: „Die Geschichte ist wirklich bewegend und macht dem Zuschauer bewusst, dass es sich lohnt, für das Gute zu kämpfen - unabhängig vom eigenen Profit."

Begeisterte Zuschauer
Das anschließende Buffet
Annett Krüger (Pflegeberatung) und Alexander Denzel (Bereichsleitung Ehrenamt / Ausbildung)
Szenen aus dem Film. Bild: Bohemian Distribution
Szenen aus dem Film. Bild: Bohemian Distribution
Szenen aus dem Film. Bild: Bohemian Distribution
Szenen aus dem Film. Bild: Bohemian Distribution
Szenen aus dem Film. Bild: Bohemian Distribution
Szenen aus dem Film. Bild: Bohemian Distribution

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